Selbstfürsorge ist nicht "ne Tüte Chips und Couch"

Kennst du das auch?

 

Ich höre ziemlich oft: " Wie schaffst du das bloß alles?" , "Schläfst du auch mal?" , " Dein Tag hat wohl mehr Stunden als meiner!" ...

 

Seit geraumer Zeit habe ich ich damit beschäftigt mich zu fragen, warum das Problem der mangelnden Energie, dem gehetzt und getrieben sein, ja bis hin zum Burn Out so unglaublich oft auftreten.

Ich hab da so ne Theorie... ;)

 

Ich stelle fest, dass viele Menschen das Thema Selbstfürsorge falsch verstehen. "Du musst mal mehr für dich tun!", heißt es so schön.

 

Aber wie erholst du dich? 

Morgens zack die Kinder fertig gemacht, für die Schule oder den Kindergarten, ab zur Arbeit - irgendwann wieder zu Hause, man bin ich kaputt, das war aber auch wieder anstrengend... Abendbrot, Kinder ins Bett, ab auf die Couch !! FEIERABEND!! 

Schatzi holt noch die Tüte Chips, die haben wir uns auch wirklich verdient - ach und vergiss nicht die Schokolaaade!!! 

Lieblingsserie an und dann wird durchgesuchtet und fermentiert (Fachjargon der heutigen Jugend)

Nachdem wir dann irgendwann ins Bett gegangen sind beginnt die Erholungsphase - der heilige Schlaf, zumindest für mich heilig.

 

Und nun musst du stark sein! Oben beschriebenes Szenario ist leider keine Selbstfürsorge und du hast auch nichts dazu beigetragen deine Ressourcen aufzuladen. An dieser Stelle fügen wir ein "Plop" ein, die Wunschblase ist zerplatzt.

 

Good to know: 

 

Forscher fanden heraus, dass die Belastung des blauen Lichtes von sämtlichen Bildschirmen dazu führt, dass unser Hirn sich im Dauermarathon befindet. Wer nun bis zum Zubettgehen noch den TV an hat, auf´s Handy schaut ( oder oder oder) verhindert, dass wir Melantonin ausschütten und wundert sich dann, warum er Stunden im Bett keine Ruhe findet. 

Außerdem ist die Elektronik No. 1 der Lustkiller im Bett. 

 

Versuche doch mal, dir abends vor dem Schlafen eine Ruhepause von all den Reizen zu gönnen, die ohnehin den ganzen Tag auf dich hereinstürzen.

 

Und was machen wir mit der gewonnenen Zeit?

 

Wie wäre es, sich dann mit seiner Selbstfürsorge zu beschäftigen? (Fun fact: Der PC unterstreicht permanent das Wort Selbstfürsorge als falsch geschrieben - er kennt es nicht - der Arme muss noch viel lernen ;))

 

Sounds good? Please go ahead...

 

Um für sich selbst zu sorgen, muss dir erst einmal klar sein, dass jegliche Art von Berieselung (TV, Handy, Bücher etc.) dich von dir ablenkt. In dem Moment, in dem wir uns in eine andere Welt flüchten können wir die Stimme in uns nicht hören.

 

Vielleicht hast du Angst davor, dich mit dir zu beschäftigen? Schließlich weist du nicht, was dir dein Körper erzählt, nachdem du ihm so lange das Wort verboten hast. 

 

Ich möchte dich ermutigen! So manch ein Schatten an der Wand ist gruseliger, als die Wirklichkeit ist. 

Jubelstürme werden in dir ausbrechen, wenn du beginnst, dich mit dir zu beschäftigen - versprochen!

Es kann sein, dass dir Themen begegnen werden, die du meinst, bereits lange abgeschlossen zu haben, die aber doch nochmal angeschaut werden möchten. Das ist okay und das ist gut so, denn alles was du endgültig, im Frieden, gehen lassen kannst beeinflusst dein Leben nicht mehr.

 

Es gibt viele Wege für sich zu sorgen. 

 

Meditiere, gehe raus in die Natur (ohne Musik), mache einen Wellness Tag (allein) ... was auch immer deins ist.

Hauptsache du nimmst die Reize raus und lauscht dir und deiner inneren Stimme.

 

Ganz IN - Journaling

 

Ein Tagebuch! 

 

Nimm dir, nachdem du dein Ritual beendet hast, die Zeit alles nieder zuschreiben.

Mach das hübsch, denn es ist für dich.

 

Ein paar Fragen, die du dir dabei stellen kannst:

 

 

  • Wie geht es mir gerade?
  • Wie geht es meinem Körper?
  • Wie geht es meinem Geist?
  • Wie geht es meiner Seele?

Antworte ehrlich und ungefiltert! Nimm dir dafür Zeit und beginne dich dabei zu spüren.

Egal was dann zu Papier gebracht wird, alles darf sein und ist ok.

 

Frage dich dann:

  • Was kann ich heute gutes für mich tun?
  • Wem oder was kann ich heute gutes tun?
  • Was sind meine Ziele für diesen Tag und wie kann ich sie erreichen?

Abends ziehst du dann einmal ein Resümee und schaust, was du geschafft hast.

Bitte setze dich dabei nicht unter Druck, es darf leicht sein und fließen.

 

Zum Schluss noch die Frage an dich:

  • Was war mein persönliches Highlight heute?

Fazit:

Selbstfürsorge bedeutet, dass du für dich sorgst, indem du dir zuhörst und dir Raum gibst, dich zu erholen. 

Ablenkung und Berieselung durch Medien und co. sind eine Art Flucht und tragen zu deiner Erholung nicht bei.

 

Aber hey, nicht dass du denkst ich würde nicht mal durchsuchten... logo tu ich das! Dazu gibt es auch Tonnen Chips und Schoki und manchmal auch einen Wein. Ich finde das gehört dazu. 

Das Leben ist eine Pendelbewegung, die Balance ist alles!

 

Und nun zu der Frage wie ich das alles schaffe... Ich bin in Balance. Das bringt Energie und lässt mich durchstarten. Machst du mit?

 

Von Herz zu Herz Mone

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Dorie (Donnerstag, 23 Januar 2020 20:37)

    Das Tagebuch ist für mich seit dem Achtsamkeitskalender ein treuer Begleiter geworden. Danke liebe Mone

Simone Nickel-Berkel

  • Mentalcoach 
  • Mentorin
  • Reikimeisterin und Lehrerin
  • zertifizierte Aromapraktikerin 
  • Achtsamkeitstrainerin

 

Simone Nickel-Berkel

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